Lass uns gleich Klartext sprechen. Sei gewarnt, das ist ein sehr direkter Artikel, in dem ich unangenehme Fragen stelle und unbequeme Wahrheiten aufzeige. Also Anschnallen und aufmerksam lesen!

Erstmals empfiehlt es sich zu hinterfragen: Ist das wirklich wahr? Kannst du wirklich nichts ändern? Oder bist du nur nicht bereit das Notwendige zu tun, um die Situation zu verändern? Oder hast du bisher nur alleine versucht eine Lösung zu finden? Oder hast du gar Hilfe bei Freunden oder Kollegen gesucht, die jedoch nicht die Kompetenz mitbringen, um dich bei der Lösungsfindung effektiv zu unterstützen?

Ich glaube als passionierte Problemlöserin, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt. Nur gefallen uns die angebotenen Optionen manchmal nicht und dann reden wir uns ein, es gebe keine Lösung. Diese gibt es natürlich schon, wir sind nur nicht bereit, die Konsequenzen zu tragen oder uns mit dieser auseinanderzusetzen. 

Leider ist es auch oft so, dass Menschen gerne in die Opferhaltung gehen und die Schuld für ihre prekäre Situation bei anderen oder den Umständen suchen. Dabei sind wir alle die Erschaffer und Schöpfer unserer Realität. Das Leben, so wie wir es heute erleben, ist das Produkt all unserer Entscheidungen der letzten Jahre. Wir gestalten mit all unseren Gedanken und Handlungen unser Leben. Und wenn wir jetzt in einer Scheißsituation feststecken, dann weil wir uns dazu entschieden haben – bewusst oder unbewusst. Unsere Entscheidungen haben dazu geführt. 

Das ist eine Wahrheit, welche für viele so unbequem ist, dass sie sie gerne verleugnen. Doch die Schlauen werden hier hellhörig. Denn sie sehen das enorme Potenzial in dieser Wahrheit. Wenn ich wirklich durch meine Entscheidungen, durch meine Gedanken und meine Handlungen, meine beschissene Realität erschaffen habe, bedeutet das ja auch, dass ich mit diesen Werkzeugen genauso gut eine Realität nach meinen Vorstellungen erschaffen kann.

Bingo! Genau das heißt es. Und damit ist auch klar, wieso die Aussage “ich kann nichts verändern” niemals richtig sein kann. Denn selbst wenn ich an den Umständen beispielsweise nichts ändern kann, an meiner Einstellung zu diesen kann ich immer arbeiten. Nichts hat per se eine bestimmte Bedeutung. Nichts ist per se gut oder schlecht. Wir geben den Dingen ihre Bedeutung. Und wir Menschen bewerten bekanntermaßen Dinge unterschiedlich. Das bedeutet aber auch, dass ich für mich entscheiden kann, welche Bedeutung ich einer Sache geben mag. 

Ich kann eine Mücke zu einem Elefanten machen oder verzeihen und loslassen. Ich kann mich hetzen und stressen lassen oder gelassen und in meinem Tempo meine Aufgaben erledigen. Ich kann mich gekränkt fühlen und wütend auf jemanden sein oder das Gespräch mit dem Betroffenen suchen, um zu verstehen, wie es zu dieser Kränkung kommen konnte (denn oft interpretieren wir ja viel mehr in Aussagen und Gesten hinein, als der Sender vermitteln wollte). 

Überleg dir das nächste Mal in einer konkreten Situation, in der du das Gefühl hast, du kannst nichts ändern: “was würde Susi in dieser Situation jetzt tun?” Wenn wir beide uns noch nicht so gut kennen, dann such dir ein anderes Vorbild, einen Problemlösungsmeister aus deinem persönlichen Umfeld, denn du quasi in deinem Kopf zu Rate ziehst. 

Du wirst erstaunt sein, wie erhellend solche Perspektivenwechsel sein können. Es kann auch hilfreich sein, jemanden nach dessen Einschätzung zu fragen, der ganz anders tickt als du. Freunde ticken ja oft ähnlich wie man selbst, weshalb man sich ja auch so gut versteht. Deshalb such dir wirklich jemanden für den Austausch, mit dem dich eher wenig verbindet und der anders denkt als du.

Viel Spaß beim Perspektivenwechseln und Erforschen neuer Lösungswege!

Alles Liebe
Deine Susi, das Stehaufweibchen