Eines meiner absoluten Lieblingsthemen. Denn erstaunlicherweise fürchten sich die meisten Menschen vor Verantwortung, sie geben diese gerne ab und wundern sich dann, wenn andere, die die Verantwortung für sie übernehmen, über ihr Leben bestimmen. Und das womöglich nicht immer so, wie sie es sich wünschen.
 
Das Credo meiner Stehaufweibchen Community:
 
Es ist deine Wahl!
Es ist deine Entscheidung!
In Kombination mit einem meiner Lieblingsmotti “Love it, change it or leave it” ergibt es im Grunde schon fast die Essenz dessen, was es für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben braucht.
 
Nun stellt sich nur noch die Frage: willst du denn überhaupt ein selbstbestimmtes Leben haben? Welchen Wert hat Freiheit für dich?
Denk einen Moment über diese beiden Fragen nach, bevor du weiterliest.

Für mich hat Freiheit einen enorm hohen, wenn nicht sogar den höchsten, Stellenwert in meinem Leben. Wann immer ich mich unfrei und ausgeliefert gefühlt habe, ging es mir am schlechtesten. Da wurde ich sogar richtig aggressiv und ungut. Diese emotionale Reaktion ist für mich ein klares Zeichen dafür, dass Freiheit für mich ein absolut erstrebenswerter Zustand ist.
 
Ich habe sehr früh erkannt, dass ich alleine es in der Hand habe, wie sich mein Leben gestaltet. Äußere Umstände und Rahmenbedingungen lassen sich verändern. Eben ganz im Sinne von “Love it, change it oder leave it”. Wann immer ich mit etwas nicht zufrieden war, habe ich es entweder geändert oder mich davon getrennt. Und es war völlig egal in welchem Lebensbereich.
 
Die hartnäckigsten Prüfungen in meinem Leben waren bisher wohl im Bereich Gesundheit, Partnerschaft und Familie angesiedelt. Bitte verstehe mich nicht falsch, das waren alles keine Ratz-Fatz-Entscheidungen oder Änderungen, die über Nacht stattgefunden haben. Ich habe zum Teil Jahre dafür gebraucht, um hier die notwendige Änderung oder eben das Loslassen zu vollziehen.
 
Entscheidend ist hier nicht, wie lange es dauert, sondern ob du überhaupt damit anfängst, die Verantwortung zu übernehmen und dein Leben aktiv zu gestalten.
 
Hierzu ein Beispiel aus meinem Leben: In den vergangenen 5 Jahren haben mich Schmerzen in meinem rechten Oberschenkel knapp unterhalb der Leiste geplagt. Diese traten immer dann auf, wenn ich zu Fuß unterwegs war. Nach circa 10 Min Gehen setzte zumeist dieser Schmerz ein. Wenn ich dann weiterging, wurde es rasch schlimmer und endete damit, dass alles verkrampfte und ich kaum noch auftreten konnte. Der Schmerz zog sich runter bis ins Knie und manchmal sogar das ganze Bein entlang und nach hinten hoch in den unteren Rücken. der Schmerz hielt dann Stunden und manchmal sogar Tage an.
 
Doch nicht nur beim Gehen traten diese Schmerzen auf. Auch bei bestimmten Körperübungen, wenn die betroffene Stelle quasi eingequetscht wurde. Das geschah in erster Linie, wenn ich meine Pilates- oder Yogaübungen machte. Und natürlich beim Dehnen. Normales Sitzen machte mir nichts aus, die meiste Zeit zumindest. Es gab auch hier Peakzeiten, in denen hatte ich rund um die Uhr diese schrecklichen Schmerzen. Sogar beim Schlafen. Es war die Hölle. 
 
Wie du dir sicherlich vorstellen kannst, war das eine enorme Einschränkung. Und diese ging über viele zähe Jahre. Jeder kurze Fußweg wurde für mich zur potenziellen Qual. Es war schrecklich. Und dabei wollte ich mehr Alltagsbewegung in meinen Tag einbauen als Ausgleich zu meiner vorwiegend sitzenden Tätigkeit im Büro. Am liebsten wäre ich zu Fuß nach Hause oder an den Wochenenden mit meinem Partner viel Spazieren gegangen. Tja, daraus wurde leider nichts.
 
Ich habe so viel ausprobiert, so viele Experten aufgesucht, um dieses Problem endlich los zu werden. Und obwohl ich nach Jahren immer noch keine Lösung hatte, gab ich nicht auf. Denn ich habe die Wahl! Immer! Ich bin solange dran geblieben, bis ich eine Lösung hatte. Denn es war klar, da alles im Leben eine Ursache und Wirkung hat, dass auch dieses Phänomen irgendwo seine Ursache hat. Und wenn diese nicht im physiologischen Bereich zu finden ist, dann vielleicht in der Psyche.
 
Und genau dort wurde ich am Ende auch fündig. Denn willst du wissen, seit wann diese Schmerzen quasi wie weggeblasen sind? Seit ich meine Berufung über die Stehaufweibchen Community lebe. Wenn man sich ein wenig mit dem Thema körperliche Manifestation von psychischen Problemen befasst, ist es schnell klar, was mir mein Körper damit sagen wollte: Geh deinen eigenen Weg!
 
An dieser Stelle möchte ich dir, solltest du ebenfalls ein gesundheitliches Thema haben, dass dich schon lange plagt und zu dem du keinerlei Lösung findest, die Bücher von Dr. Rüdiger Dahlke (zB Krankheit als Symbol) wärmstens empfehlen. Es ist unglaublich, wie zutreffend seine Diagnosen sind. Zugegeben, es ist nicht leicht, hier selbst Diagnosen durchzuführen. Daher wird auf seiner Webseite zu sehr vielen Erkrankungen und Beschwerden eine bereits von ihm erstellte Diagnose angeboten. Bei Interesse schau einfach mal auf seiner Seite vorbei.
 
Für mich war es jedenfalls total erhellend, als ich das erste Mal eine Verbindung herstellte zwischen meinen seelischen und körperlichen Qualen. Denn ja, für mich war die Tatsache, seit vielen Jahren erfolglos auf der Suche nach meiner Berufung gewesen zu sein und dabei einen Irrweg nach dem anderen in meinem Berufsleben genommen zu haben, enorm belastend. Und es war mir offenbar nicht bewusst, wie belastend. Daher hat mein Körper hier reagiert. Und das in einer Heftigkeit und Hartnäckigkeit, dass ich es gar nicht ignorieren konnte.
 
Ich hatte in einem anderen Blogartikel bereits erzählt, dass das Finden meiner Berufung für mich auch der Schlüssel für den Ausbruch aus meiner letzten Burnoutspirale war. Einfach weil es eines meiner Lebensthemen ist und meine Arbeit, das was ich beruflich mache, für mich einen enorm hohen Stellenwert im Leben hat. Ein Leben ohne Arbeit ist für mich nicht vorstellbar.
 
Zurück zum Thema Verantwortung. Warum habe ich dir nun meine Geschichte von den Beinschmerzen erzählt? Weil sie schön zeigt, wie ich hier Verantwortung übernommen habe. Kein Arzt, kein Experte, kein Energetiker, kein Physiotherapeut und kein Trainer konnte mir helfen oder mich heilen. Egal, was ich ausprobiert hatte, nichts war von nachhaltigem Erfolg gekrönt. Vieles verschlimmerte die Symptome sogar massiv.
 
Trotz dieser herben Rückschläge, die natürlich entmutigend waren, bin ich dran geblieben, denn ich wollte nicht diesem Schmerz erlauben, über meine Lebensqualität zu bestimmen. Und weil ich keine Lösung fand, das Problem ein für alle Mal los zu werden (leave it), wurde ich kreativ bei der Schaffung von Rahmenbedingungen (change it), die es mir ermöglichten, schmerzfrei zu gehen.
 
Ich fand nämlich anhand von drei einprägsamen Erlebnissen heraus, dass ich offenbar beim Gehen nicht immer Schmerzen hatte. Vor Jahren bin ich auf ein Wander-Yoga-Wochenende mitgefahren, obwohl ich diese Schmerzen hatte. Und ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt mit Wandern gehen können würde, aber ich dachte mir, ich probier es einfach. Es stellte sich heraus, dass ich beim Wandern durch das unwegsame Gelände keinerlei Probleme hatte. Erst als wir auf der asphaltierten Straße ein Stück geradeaus unterwegs waren, schossen die Schmerzen ein. Dafür aber um so heftiger.
 
Ich schlussfolgerte also, dass offenbar die Beschaffung des Bodens einen Unterschied machte. Und es bestätigte sich bei weiteren Experimenten, dass ich zB auf Waldboden oder in Wiesen deutlich länger schmerzfrei unterwegs sein konnte.
 
Zudem stellte ich in den letzten Urlauben in Island, Barcelona und Schottland fest, dass alles steht und fällt mit dem Schuhwerk, das ich trage. Solange ich meine festen Wanderschuhe anhatte, konnte ich stundelang schmerzfrei unterwegs sein. In dem Moment, wo ich Sportschuhe trug, war es vorbei. Daraus folgerte ich, dass es weniger etwas mit der Beschaffenheit des Fußbettes und viel mehr mit der seitlichen Stütze eines hohen Schuhes zu tun hatte.
 
Und tatsächlich, auch das konnte bestätigt werden. Wann immer ich mit hohen Schuhen wie Stiefeln unterwegs war, traten die Schmerzen fast nie auf. Es war erstaunlich und faszinierend zugleich. Doch da bin ich nur drauf gekommen, und konnte mir so einen Workaround schaffen für den normalen Alltag, weil ich dran geblieben bin und Verantwortung für meine Situation übernommen habe.
 
Als dann die eigentliche Ursache gefunden war, war klar, was zu tun ist. Und jetzt wo das Projekt Stehaufweibchen Community bereits seit einigen Wochen auf der Welt ist, kann ich sagen, dass die Schmerzen nicht wieder aufgetreten sind. Bin gespannt, ob das so bleibt, denn im Winter trage ich natürlich vorwiegend Stiefel, bin jedoch sehr zuversichtlich. Denn auch bei Körperübungen ist es besser. Der nächste Schritt ist jetzt, dass die Fehlhaltungen, die durch diese Schmerzeskapaden entstanden sind, korrigiert werden. Das werde ich mit gezieltem Training angehen. Für die Freiheit!
 
Und so habe ich das mit all den vielen Herausforderungen in meinem Leben gemacht. Ich werde mich niemals von Meinungen, Normen, fremden Vorgaben, meinem Partner, von der Familie, von Arbeitgebern, von Mentoren, von Experten, von Ärzten oder von Medizin oder gar Drogen abhängig machen. Sondern immer Eigenverantwortung übernehmen. Es ist mein Leben und ich will es nach meinen Vorstellungen und Wünschen gestalten. Und das geht nur, wenn ich dafür die Verantwortung übernehme.
 
Vielleicht denkst du dir jetzt, das sagt sich so leicht, aber es macht mir Angst. Die Vorstellung von der ganzen Verantwortung erdrückt mich. Dann möchte ich dir empfehlen, dich über die Stehaufweibchen-News auf dem Laufenden zu halten in Bezug auf meine geplanten Onlinekurs-Programme. Denn da lernst du, wie du deine Ängste überwinden kannst. Und zwar egal welche Ängste 😉
 
Schau auf dich, die Welt braucht dich!
Alles Liebe
Susi, das Stehaufweibchen