Erfolgreich ohne auszupowern. Wunschdenken oder machbar?
Mit Erfolg wird vielfach ein hohes Maß an Fleiß verbunden. Ich würde das persönlich auch unterschreiben. Dennoch scheinen nicht alle Menschen auf ihrem Erfolgskurs auszupowern. Einige scheinen regelrecht nur so vor Energie zu strotzen und es wirkt so, als würde ihnen vieles leicht fallen. Dieser Eindruck von erfolgreichen Menschen lässt vermuten, dass ihr Weg zum Erfolg leichtfüßig gewesen ist. Wenn man sie danach fragt, erzählen sie von Fleiß, Disziplin und Macherqualitäten. Sprich sie managen Stress, hohe Arbeitsaufkommen und Herausforderungen einfach besser als andere.
 
Eines der Geheimnisse erfolgreicher Menschen habe ich bereits in meinem Blogbeitrag vorgestellt, nämlich das Halten von Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Sprich das bewusste Pause machen 😉
 
In diesem Artikel möchte ich dir erzählen, wie ich gelernt habe, engagiert und strebsam meine Ziele zu verfolgen, ohne dabei auszupowern. Denn wie meine vier Burnout-Episoden zeigen, hatte ich diese Bewältigungsstrategien nicht in die Wiege gelegt bekommen. Ich habe mir diese aufgrund meiner Burnout-Erfahrungen erarbeitet und auf ihre Praxistauglichkeit und Wirksamkeit getestet.
 

Meine Top 5 Strategien zur Burnout-Prävention

  1. Fokus setzen UND halten
  2. Prioritäten setzen
  3. Aufträge und Aufgaben hinterfragen
  4. Delegieren
  5. Gut ist gut genug

Fokus setzen und halten

Ich erlebe in meinen Coachings und auch sonst in meinem persönlichen Umfeld sehr häufig, wie schwer sich Menschen damit tun, sich auf eine Aufgabe oder einige wenige Themen/Teilziele zu fokussieren. Es fängt damit an, dass viele noch gar keine Idee davon haben, wo ihre Reise eigentlich hingehen soll. Sie haben keine Ziele. Und wenn sie Ziele haben, sind diese oft sehr schwammig, zu wenig konkret, um als echte Orientierungsgeber fungieren zu können.
 
Was ich auch immer wieder erlebe, dass Menschen zwar wissen, was sie alles nicht mehr haben wollen in ihrem Leben, aber keine Vorstellung davon haben, was sie sich vom Leben wünschen. Um es an einem konkreten weit verbreiteten Thema festzumachen: Viele sind mit ihrem aktuellen Job unzufrieden. Sie können einem sofort eine lange Liste von Gründen dafür liefern, wieso sie mit ihrer Jobsituation unzufrieden sind. Wenn du jedoch danach fragst, wie sie sich ihre berufliche Zukunft konkret vorstellen, endet die Konversation oft mit einem Schulterzucken.
 
Ohne konkreter Zielvorstellung ist es jedoch nicht möglich, einen Weg hin zu diesem Zielbild zu finden oder zu kreieren. Ohne Zielvorstellung lassen sich keine Pläne schmieden, die einem seinem Ziel auch wirklich näher bringen. Klar kann ich auch mit wagen Wunschvorstellungen Pläne schmieden, doch sie werden mich niemals an mein Ziel bringen, weil dieses ja gar nicht klar definiert ist.
 
Wenn ich nun also meine Zielvorstellung kenne, kann ich diese in kleinere Teilziele herunterbrechen. Denn so ein großes weit entferntes Zielbild kann ganz schön einschüchternd und entmutigend sein. Viele beginnen in Anbetracht dieser Vorstellung gar nicht erst mit der Umsetzung, weil sie sich denken „das schaffe ich sowieso nie“.
 
Durch das Herunterbrechen in Teilziele wird ein großes fernes Ziel greifbarer und vor allem rückt die Zielerreichung in unmittelbare Nähe. Wenn wir wieder das Jobbeispiel heranziehen: Nehmen wir an, ich habe mich intensiv damit auseinander gesetzt, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle und habe eruiert, welche Schritte erforderlich sind, um dorthin zu gelangen. Dann kann ich jeden erledigten Schritt als Teilziel/Meilenstein definieren, der mich meiner großen Vision vom zum Beispiel Traumjob näherbringt.
 
Ich breche meine großen Ziele runter auf Jahres-, Quartals-, Monats-, 2-Wochen- und Tagesziele. So ermögliche ich es mir jeden Tag den Fokus auf das zu richten, was JETZT gerade am wichtigsten ist und mich meinem Ziel näher bringt. Idealerweise lege ich besonders in stressigen Zeiten oder Phasen der Erschöpfung immer nur ein Tagesziel fest. Ein Ziel pro Tag ist völlig ausreichend. Zu viele Ziele haben oft den selben Effekt wie zu große Zielbilder: sie wirken einschüchternd und entmutigend. Und am Ende tun wir dann nichts davon. Was uns frustriert und noch mehr demotiviert. Wir lassen dann gleich tagelang das Weiterarbeiten an unseren Zielen ausfallen. Mit dem Endeffekt, dass wir uns wie Versager fühlen und unseren Zielen kaum näher gekommen sind. Ein Teufelskreis.
 
Wenn du jedoch täglich eine Aufgabe erledigst, nur eine, die dich deinem Ziel näherbringt, dann macht das in der Woche bereits 7 Erfolge, im Monat bereits bis zu 31 und aufs Jahr gerechnet in der Regel 365 Erfolge. Und diese Menge an Teilschritten und Erfolgen bringt dich effektiv an dein Ziel!
 
Für erfolgreiche Fokussierung ist es zudem erforderlich, dass du dich am Morgen auf dein Tagesziel einstimmst. Am besten schreibst du es dir auf und überlegst dir ganz genau, wie du es angehen wirst. Wann, wo, wie und mit wem. Je konkreter deine Vorstellung von der Umsetzung, desto genauer deine Planung und desto wahrscheinlicher die erfolgreiche Umsetzung. Je wager deine Vorstellung von der Umsetzung, desto größer ist die Gefahr, dass du dich ablenken lässt. Nimm dir also diese 5 Minuten am Morgen und schreib dir dein Tagesziel auf und überlege dir ganz konkret, wie du es umsetzen wirst. Male es dir in deinem Kopf aus, je konkreter, desto besser wirkt diese Art der Manifestation.

Prioritäten setzen

Ich musste im Zuge meiner Burnout-Episoden durch die harte Schule lernen, Prioritäten zu setzen, denn zu diesen Zeiten ging schlichtundergreifend nicht mehr viel. Ich lernte zuerst, mich auf das Wesentliche zu fokussieren und danach meine Priorisierung auszurichten.
 
Einige Aufgaben des Tages fallen unter Pflichten, die fix zu erfüllen sind, wie zum Beispiel das pünktliche Abliefern des Kindes im Kindergarten. Es gibt jedoch auch viele Aufgaben, die uns einen gewissen Spielraum in der Umsetzung lassen. Ich unterscheide also in einem ersten Schritt, was zwingende, unausweichliche Aufgaben sind und welche nicht.
 
Besonders im beruflichen Kontext empfiehlt sich zudem eine Unterscheidung nach Dringlichkeit und Wichtigkeit. Nicht alle dringenden Aufgaben sind beispielsweise wichtig, doch es sind oft gerade diese dringenden Aufgaben, die uns unter enormen Zeitdruck setzen und mit denen wir vielfach den Großteil unserer Zeit verbringen. Dabei wäre es sinnvoller und effektiver, sich zuerst den wichtigsten Aufgaben zu widmen. Als allererstes kommen natürlich die wichtigen UND dringenden Aufgaben dran. Danach die wichtigen und erst danach die dringenden.
 
Wenn du jetzt bereits Schweißperlen auf der Stirn entwickelst, weil du weißt, wie viel Zeitdruck dir bei vielen deiner Aufträge gemacht wird, kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen, es gibt keine dringenden Aufgaben, die, sollten sie nicht in der vorgegeben Zeit erledigt werden, zu ernsthaften Problemen führen. Warum? Weil sie sonst wichtig wären! Wenn du jedoch deine wichtigen Aufgaben nicht erledigen kannst, dann sitzt du wirklich in der Patsche.
 
Und weil die wichtigen Aufgaben oft auch die komplexeren und zeitintensiveren sind, macht es Sinn, dass du dich bei hohem Energieniveau auf diese fokussierst. Wenn diese Aufgaben erledigt sind, fühlst du dich befriedigt und frei. Dann wird es dir leicht fallen, noch weitere dringende Aufgaben zu erledigen. Umgekehrt, wenn du dich den ganzen Tag lang von dringenden Aufgaben herumscheuchen lässt, bist du nach deren Erledigung viel zu erschöpft, um für die wichtigen komplexen Aufgaben noch volle Energie übrig zu haben. Die Folge sind Überstunden, Nachtschichten, Arbeiten am Wochenende. Und bei andauerndem Stress dieser Art: Burnout.
 
So beginnt der Teufelskreis und er endet nie positiv. Und dabei wäre es so einfach. Alle erfolgreichen Menschen dieser Welt erledigen ihre Aufgaben auf diese Weise. Die wichtigen zuerst. Denn das sind die Aufgaben, die einen echten Unterschied machen, das sind die Ergebnisse, die dich wirklich weiterbringen.
 
Persönlich musste ich vor allem im privaten Kontext noch eine weitere wichtige Prioritätensetzung lernen. ME FIRST! Ich musste gesunden Egoismus erst lernen, denn ich neige von meinem Naturell her dazu, mich aufzuopfern und die Bedürfnisse anderer wichtiger zu nehmen als meine eigenen. Zu meinen eigenen Bedürfnissen musste ich im Laufe der Jahre überhaupt erst eine Beziehung aufbauen, ich kannte sie lange Zeit gar nicht. Aber das ist eine andere Geschichte 😉
 
Durch meinen Burnout-Zusammenbruch und den nachfolgenden jahrelangen körperlichen Beschwerden, die mich im Alltag und in meiner Lebensqualität beeinträchtigt hatten, lernte ich, dass meine Gesundheit mein wichtigstes Gut ist. Denn ohne Gesundheit ist das Leben weitaus weniger lebenswert. Und Gesundheit ist nicht in vollem Umfang wiederbringlich, wenn wir sie aufs Spiel gesetzt oder gar verloren haben. Ich weiß, wovon ich spreche, ich arbeite heute noch daran, wieder fit und vital zu werden. Und ich kann dir sagen, es wird mit dem Alter nicht einfacher *lach*
 
Ich habe auch erkannt, dass ich anderen am besten dienen kann, wenn es mir selbst gut geht. Weshalb ich gelernt habe, mich an erste Stelle zu setzen. Ja, ich habe mich sogar selbst geheiratet, um mich dahingehend zu verpflichten. Denn ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Die Beziehung zu mir selbst ist somit die wichtigste. Mein Ehering erinnert mich jeden Tag daran. Ich werde immer ein Gebermensch sein und ich werde immer anderen Menschen dienen wollen, aber ich werde mich dafür nicht mehr selbst aufgeben. Oder meine Gesundheit aufs Spiel setzen.
 

Aufträge und Aufgaben hinterfragen

Dieser Tipp ist schon fast sowas wie ein Geheimtipp, denn meiner Erfahrung nach, machen die wenigsten Menschen es. Ich beobachte jeden Tag, wie Menschen unreflektiert und ohne zu hinterfragen alles tun, was man ihnen aufträgt. Kein Wunder also, dass die meisten chronisch überlastet sind und mit der zur Verfügung stehenden Zeit nicht auskommen.
 
Ich habe gelernt, nahezu jeden Auftrag zu hinterfragen. Denn oft ist die Erledigung
  • gar nicht erforderlich,
  • bereits von jemand anderes gemacht worden oder
  • bei jemand anderes besser aufgehoben.
Dazu kommt, dass viele Aufträge sehr ungenau beschrieben sind, was vielfach zu einem enormen Mehraufwand für Rückfragen und Korrekturen mit sich bringt. Deshalb versichere ich mich gleich beim Erhalt eines Auftrages, dass ich dessen Zweck und Zielsetzung auch wirklich genau verstanden habe. Und erst dann entscheide ich, ob ich selbst für die Erledigung zuständig bin oder nicht.
 
Ein aktuelles Beispiel aus meinem Berufsalltag. Ein großer Event wird vorbereitet, bei dem auch potenzielle Kunden erwartet werden. Ein gemischtes Publikum. Für diesen Event soll ein Flyer erstellt werden. Eine Kollegin aus dem Projektteam zeigt mir den ersten Entwurf und fragt mich nach meiner Meinung. Sie ist sichtlich unzufrieden. Und ich stelle ihr ein paar Fragen zur Zielgruppe, dem Zweck und der Zielsetzung für diesen Flyer. Sie musste schmunzeln, denn sie stellte sich die selben Fragen – die zuständigen Kollegen hingegen haben sich direkt nach Erhalt des Aufrags sofort an die Gestaltung gemacht. Ohne diese Fragen gestellt zu haben.
 
Es stellte sich heraus, dass niemand den Zweck oder die Zielsetzung dieses Flyers kannte und zudem kostenpflichtig neue Inhalte produziert wurden über eine externe Agentur, obwohl im Projektteam bereits Inhalte in vergleichbarer Form bereits vorhanden waren. Es hat sich jedoch niemand die Frage gestellt, ob es hierzu nicht schon verwertbares Material gibt.
 
So entsteht Doppelgleisigkeit und Verbrennen von wertvollen Ressourcen. Durch ein 10-minütiges Gespräch mit dem Auftraggeber hätte vorab bereits der Zweck und die Zielsetzung geklärt werden können und über eine Email ans Projektteam abgeklärt werden können, welche Inhalte bereits vorhanden sind, die man für den Flyer verwenden kann.
 
Spätestens wenn es ums Priorisieren geht, ist es unerlässllich, dass man sich den Fragen nach Zweck und Zielsetzung einer Aufgabe widmet. Vor allem weil es auch Aufgaben geben wird, die für den Auftraggeber von großer Bedeutung sind, jedoch für dich selbst von geringer Bedeutung. Hier gilt wie oben beschrieben, dass zuerst die wichtigen Aufgaben erledigt werden müssen – und zwar jene, die wichtig für DICH sind.
Andere und deren Bedürfnisse bevorzugt behandeln kannst du nur, wenn es dir richtig gut geht und wenn du dafür freie Ressourcen hast.

Delegieren

Da ich mich vor meinem Burnout-Zusammenbruch als Frau, die alles alleine bewerkstelligen kann, gesehen habe, und geglaubt habe, niemand könne eine Aufgabe so gut erledigen, wie ich selbst, war diese Lektion eine der schwersten für mich. Das positiv überraschende daran: ich lag falsch! Andere können vieles viel besser als ich. Und ich kann zwar vielleicht alles alleine schaffen, doch das ist dumm und enorm kraftraubend.
 
Seien wir uns mal ehrlich: es gibt Aufgaben, die machen uns mehr Freude und es gibt Aufgaben, die widern uns an. So wie es Aufgaben gibt, die uns leicht fallen und welche, die uns besonders schwer fallen. Ein Beispiel aus meinem Leben. Ich bin durchaus technikaffin und es fällt mir leicht, neue Programme zu lernen. Es macht mir jedoch nicht wirklich Spaß, ich tu´s, weil es das digitale Arbeitsleben erfordert. Dann gibt es Menschen, die sind richtig technikbegeistert und haben voll Spaß daran, sich mit solchem Kram zu beschäftigen.
 
Bevor ich mich also selbst quäle und Stunden damit zubringe, eine IT-technische Aufgabe zu bewältigen, delegiere ich dies lieber an jemanden, der a) mehr Freude daran hat und b) auch viel besser und somit schneller ist als ich. Während ich mich auf jene Tätigkeiten fokussiere, die mir besonders liegen.
 
Viele stöhnen über die Hausarbeit, die zwangsläufig regelmäßig anfällt. Und ja, Hausarbeit kann viel Zeit kosten. Ich habe mir ein eigenes System geschaffen, wie ich die tagtäglich anfallenden Aufgaben im Haushalt mit geringem Aufwand meistere. Den regelmäßigen Wohnungsputz überlasse ich jemandem, der froh ist, wenn er dieser Arbeit nachgehen kann, weil das etwas ist, was er gut kann. Unser Putzmann. Und ja, so eine Putzhilfe ist jeden Euro wert. Ich würde nie wieder ohne leben wollen.
 
In der Arbeit habe ich mir auch angewöhnt, Aufgaben abzugeben, die mir zwar leicht fallen, die jedoch jemand anderes in meinem Team gut als Training brauchen könnte. Klar ist zu Beginn die Qualität des Ergebnisses vielleicht nicht so gut, wie wenn ich es selbst gemacht hätte, doch wie soll die Person es je lernen oder besser werden, wenn sie keine Gelegenheit dazu bekommt? Seit ich das so sehe, ist das für mich wie die Erfüllung meiner Mission, andere Menschen bei ihrer Potentialentfaltung zu unterstützen. So macht Delegieren extra Freude 🙂
 

Gut ist gut genug

Meinen Perfektionismus an den Nagel zu hängen, viel mir verhältnismäßig leicht. Der Effekt war hingegen enorm.
Mit 60-80% Einsatz und Engagement erreichte ich meine Ziele genauso wie zuvor mit einer fast permanenten Überleistung von mind. 100%.
Niemand hat einen Unterschied gemerkt. Ich bekam weiterhin das gleiche gute Feedback und die Anerkennung, erschöpfte mich jedoch nicht mehr so und kam mit meiner zur Verfügung stehenden Zeit viel besser aus.
 
Es ist nicht so, dass ich keinerlei Überstunden mehr mache, doch diese beschränken sich auf wenige Peakzeiten im Jahr. Und die restliche Zeit kann ich sehr gut mit meiner zur Verfügung stehenden Arbeitszeit haushalten.
 
Das gilt übrigens nicht nur für das Berufsleben. Auch im Privatleben müssen es nicht immer 100% sein. Klar gibt es sowohl beruflich als auch private Anlässe, bei denen ich gerne 100% geben möchte, um das bestmögliche Ergebnis zu erzählen, doch nicht zu jedem Preis. Wenn ich beispielsweise eine Geburtstagstorte für einen geliebten Menschen backe, will ich gerne 100% geben. Doch ich lass mich nicht davon verrückt machen, wenn Dinge schief laufen oder nicht ganz so werden, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist dann der Zeitpunkt, wo ich nach dem Motto „gut ist gut genug“ agiere. Und bisher waren noch alle happy mit ihrer Geburtstagstorte 😉
 
Ich halte es für wichtig, dass man Aufgaben oder Tätigkeiten hat, welche man mit voller Hingabe und hohem Qualitätsanspruch macht. Diese Form der Befriedigung ist schon sehr beglückend. Doch es sollte nicht der Standard sein.
Für die meisten Aufgaben des Tages gilt 60-80% sind absolut ausreichend.
Für mich gehört hier auch dazu, dass ich keine Energie darauf verschwende, mich über Dinge zu ärgern oder von diesen stressen zu lassen, die für mich unabänderlich sind – wie zum Beispiel eine defekte U-Bahn. Wem ist damit geholfen, wenn ich auf dem Weg ins Büro zu einem wichtigen Meeting, in der U-Bahn feststecke und mich davon fertig machen lasse? Genau, niemandem.
 
Ich fokussiere mich stattdessen darauf, was ich aus dieser Situation unter den gegebenen Umständen noch bestmöglich machen kann. Beispielsweise informiere ich die anderen Teilnehmer des Meetings und instruiere sie gegebenfalls, damit der Termin planmäßig auch ohne mich starten kann. Wenn ich tatsächlich unabdingbar bin für die inhaltliche Arbeit im Termin, sorge ich telefonisch dafür, dass die anderen Teilnehmer gut versorgt und betreut sind, bis ich komme. Ganz ehrlich, ich kann mich an kein einziges Erlebnis erinnern, bei dem sich das nicht irgendwie gut bewerkstelligen ließ.
 
Das waren sie nun, meine 5 Top Tipps zur Burnout-Prävention. Ich wende sie mittlerweile seit vielen Jahren erfolgreich an. Und ich lege dir wärmstens ans Herz, diese auch in deinen Alltag zu integrieren. Einen nach dem anderen und du wirst rasch Erleichterung und eine deutliche Verbesserung deines Wohlbefindens spüren. Fang gleich heute damit an, dir zu überlegen, wie du einen dieser Tipps ab morgen in deinem Alltag einbaust.
 
Viel Freude beim Entschleunigen und Fokussieren!
 
Herzliche Grüße
Deine Susi, das Stehaufweibchen