Dies hier ist meine Antwort auf die Corona-Krise. Als waschechtes vom Leben zertifiziertes Stehaufweibchen kenn ich mich mit Krisen aus. Ich habe in meinem Leben in den verschiedenen Lebensbereichen bereits Krisen meistern dürfen:

  • Beziehungskrisen (Partnerschaften, Familie, Freunde)
  • Sinnkrisen
  • Berufliche Krisen (u.a. Burnout, Boreout)
  • Gesundheitliche (Dauer)Probleme
  • Finanzkrisen

Ich weiß also nur all zu gut, was es bedeutet, sich mit einer Krisensituation konfrontiert zu sehen und habe entsprechend auch schon einiges ausprobiert, um diese bestmöglich meistern zu können.

Am Ende sind als die besten und im Grunde immer funktionierenden Bewältigungsstrategien die folgenden übrig geblieben, die ich dir gerne näher erläutern möchte. 

  • Annehmen, was ist
  • Abstand gewinnen
  • Ängste als Bodyguards betrachten oder überwinden
  • Fokus auf die Lösung (anstatt auf das Problem)
  • Die eigenen Ressourcen mobilisieren
  • Hilfe aktiv suchen und annehmen
  • Austausch mit wertvollen Ratgebern
  • Mich jeden Tag erden und reinigen (Psychohygiene)
  • Reflektieren

Zum Thema Annehmen der Situation, Abstand gewinnen und Ängste habe ich eine Podcastfolge und einen Blogbeitrag mit dem Titel Wirbelsturmperspektive gemacht. Hierzu kannst du dich also am besten über diese vertiefen.

In einer der Sonderfolgen zur Coronakrise in meinem Podcast habe ich das Thema Lösungsfokussierung besprochen. Die Folge heißt “Positiv Denken”. 

In diesem Blogbeitrag möchte ich mich daher vorrangig den letztgenannten Punkten meiner Auflistung widmen.

In Krisenzeiten lernt man nicht nur echte Freunde von falschen Freunden zu unterscheiden, man lernt auch sein volles Ressourcenpotenzial kennen. Ich habe nie so viel über mich, die Lebensgesetze oder die menschliche Psyche gelernt, wie in meinen Krisenzeiten. Da offenbaren sich die waren Stärken. Da zeigt sich, was wie wirklich drauf haben, was wir wirklich einstecken und überdauern können. Da zeigt sich, wie kreativ und mutig wir sein können, wenn es darauf ankommt.

Wenn die eigene Existenz bedroht ist, man mit stark einschränkenden Gesundheitsproblemen zu kämpfen hat oder einen massive Beziehungsprobleme belasten, dann zehrt das die gesamte Energie auf. Man kann sich kaum auf etwas anderes konzentrieren, diese bedrohlichen Themen sind dauerpräsent, man kann sich kaum zwischendurch mal eine Verschnaufpause gönnen.

Umso wichtiger ist es, ganz bewusst auf sich zu schauen. Denn wenn zu allem Überfluss dann auch noch wir zusammenklappen, weil uns die Kraft ausgeht, dann wird es meist erst richtig verherrend. Daher schau auf dich und betreibe tägliche (!) Psychohygiene. 

Anregungen für Sofortmaßnahmen bei anhaltendem Stress und bewährte Achtsamkeitstechniken findest du hier. In kostenlosen Mini-eBooks und Erklärvideos stelle ich dir meine effektivsten und wertvollsten Tipps und Achtsamkeitstechniken zur Verfügung. Mich haben diese durch die härtesten Zeiten meines Lebens gebracht. 

Es ist essentiell, sich klar darüber zu werden, welche Ressourcen einem zur Lösungsfindung oder Überbrückung der Krisenzeit zur Verfügung stehen. Und sich auch klar darüber zu werden, in welchen Fragestellungen oder Problemzonen man definitiv alleine nicht weiterkommt und sich Hilfe zu holen. 

Zudem halte ich es für enorm wertvoll, sich eine Reflexionsroutine anzugewöhnen. Jeden Morgen und/oder Abend zu schauen

  • was man geschafft hat,
  • wofür dankbar ist,
  • wo man noch abeckt bzw. nicht weiterkommt
  • was man gelernt hat
  • was man sich für den kommenden Tag vornimmt, um bei der Lösung weiterzukommen oder um weiter durchhalten zu können.

Wenn es tatsächlich um Krisen ging, zu denen ich mir eine Lösung erarbeiten musste, war diese Erfolgskontrolle enorm wichtig. Denn natürlich kamen immer wieder Ängste und Zweifel hoch, es gab ja schließlich für keine Idee eine Erfolgsgarantie. 

Wenn es sich um Krisen handelte, bei denen es lediglich darum ging, durchzuhalten, waren meine Ausdauer und Kreativität in besonderem Maße gefordert. Als Machertyp bin ich gerne proaktiv und löse Probleme. Doch etwas aussitzen zu müssen, liegt mir so gar nicht. Diese Zeiten habe ich daher oft in besonderem Maße für Müßiggang genutzt. Ich habe viel gelesen, gelernt, über die großen Fragen des Lebens nachgedacht. 

Die aktuelle Coronakrise bietet viel Potenzial für beides. Zum einen sind Unternehmer und Selbstständige dazu gezwungen sich in kürzester Zeit zu überlegen, wie sie das Überleben ihres Unternehmens sichern können. Zum anderen sind sonst sozial sehr aktive Menschen zum Alleinsein gezwungen, was Gefühle wie Einsamkeit hervorrufen kann. Hier ist es besonders spannend, sich diese Gefühle und Ängste näher anzuschauen. Denn daran können wir wachsen. 

Wunden lecken, die jüngere Vergangenheit reflektieren, wertvolle Lehren daraus ziehen. Das alles kannst du jetzt tun, wenn dich der Coronavirus ausbremst und ausgrenzt. 

Das tolle an Krisen ist: Wir gehen stets gestärkt daraus hervor. Wir wissen und wir können mehr. Danach werden uns alltägliche Herausforderungen plötzlich ganz unbedeutend und klein vorkommen. Unsere Weltanschauung hat ein neuerliches Update erfahren. Und das ist gut so, denn wir leben und entwickeln uns unser Leben lang. Das hört nie auf, wir sind nie fertig. 

Mittlerweile genieße ich diesen Pfad der Entwicklung und kann Krisen oft schon sehr viel gelassener begegnen. Natürlich übermannen auch mich immer wieder meine Emotionen, vor allem Wut und das Gefühl müde/ erschöpft zu sein. Doch ich habe gelernt, diese Zustände rasch wieder zu verlassen und in produktive, leichtgängigere, lösungsorientierte Zustände zu wechseln. Siehe dazu die in diesem Beitrag empfohlenen Vertiefungsbeiträge im Podcast, Blog, in meinen kostenlosen Webinaren und eBooks. 

Auch die Stehaufweibchen Community auf Facebook steht für Fragen und Austausch zu deinen aktuellen Krisenthemen gerne zur Verfügung. Nutze das Schwarmwissen mehrere starker Stehaufweibchen, um Lösungen für deine individuelle Situation zu finden.

Schau auf dich, die Welt braucht dich. 

Alles Liebe
Deine Susi, das Stehaufweibchen