Mein Weg zur Gründerin der Stehaufweibchen-Community war ein langer und beschwerlicher Weg mit vielen Irrläufen. Ich habe schon sehr früh, Anfang 20 damit begonnen, mich mit dem Thema Berufung auseinanderzusetzen. Mir war klar, dass auch ich zu etwas berufen bin und mich irgendwann der Ruf ereilen wird. 
 
Wenn du lieber schauen als lesen möchtest, empfehle ich dir mein Vorstellungsvideo.
 
Mit 24 stand zum ersten Mal die Idee im Raum, die Lebens- und Sozialberaterausbildung zu machen. Ich hatte Matura und mir standen alle Ausbildungswege offen. Mit 24 sah ich mich selbst jedoch noch nicht reif und erfahren genug, um anderen Menschen – die größtenteils älter waren als ich – Lebensberatung anzubieten. Das fühlte sich nicht passend an. Wie ein Schuh, der zwei Nummern zu groß ist. Aber schon damals bestärkten mich viele in meinem Umfeld darin, in die Beratung zu gehen.
 
Beruflich wechselte ich alle paar Jahre die Rollen und Unternehmen. Ich stieß überall rasch an meine Entwicklungsgrenzen und war immer noch hungrig. Mit Mitte 30 dann wurde ich unruhig. Ich hatte immer noch keine Spezialisierung gefunden, immer noch nicht meins, immer noch nicht meine Berufung gefunden. Also konstruierte ich mit meinem Verstand einen möglichen Berufspfad/ Karrierepfad. Die Idee selbst, als Projektleiterin Karriere zu machen, um dann später mal richtig große bedeutende Programme leiten zu können, erschien verlockend. Sie ließ für etwa 2 Wochen das Feuer in mir auflodern, doch dann versiegte das Interesse schnell. Es war klar, dass war nicht der berufliche Pfad, der dauerhaft mein Feuer entfachen und mich antreiben können würde. 
 
Es brauchte am Ende ein bisschen glückliche Fügung und wie schon so oft in meinem Leben davor einen Beinahe-Burnout-Zusammenbruch. Es war der Sommer 2017, ich war in meinem Job als Projektleiterin super unglücklich. Ich sah und fühlte keinen Sinn in meinem Tun. Aufgrund von Schlafstörungen, die mich zu dem Zeitpunkt bereits eineinhalb Jahre plagten, stand ich kurz vor meinem zweiten Burnout-Zusammenbruch. Mein Körper war am Ende seiner Kräfte. Meine geistigen Fähigkeiten haben massiv nachgelassen. Ich hatte Wortfindungsstörungen, konnte mich kaum noch konzentrieren und fühlte mich so hilflos und ausgeliefert wie noch nie zuvor in meinem Leben.
 
Als mein Lebenspartner und ich bereits fast die Hoffnung aufgegeben hatten, diesen Burnout-Zusammenbruch noch aufhalten zu können, geschah für mich ein kleines Wunder. Über einen Newsletter erreichte mich ein günstiges Onlinekurs-Angebot von Veit Lindau. Sein Kurs zum Thema Berufung (The Call) wurde vergünstigt angeboten. Ich überlegte nicht lange, sondern folgte meiner Intuition und kaufte den Kurs. Und was danach geschah, war wirklich wie ein Wunder.
 
In meinem schlechten Zustand setzte ich mich jeden Tag hin und bearbeitete die Lektionen des Kurses, der mehrere Wochen dauerte. Und ich spürte sofort, wie in mir eine neue kleine Flamme anging, die meine Lebensgeister wieder erweckte. Obwohl es aufgrund meiner geistigen Einschränkungen und dem allgemeinen Erschöpfungszustand auch sehr anstrengend war, freute ich mich jeden Tag auf die Arbeit mit den Kursinhalten. Und das mit Erfolg!
 
Schon nach wenigen Wochen fand ich meine Berufung! (Daher eine klare Empfehlung von mir für diesen Kurs “The Call” von Veit Lindau) Und nicht nur das, das Feuer in mir wurde immer stärker und die Burnout-Abwärtsspirale verwandelte sich in eine deutliche Aufwärtskurve. In diesen Wochen entstand meine Vision zur Stehaufweibchen-Community. Und in diesen Wochen geschah meine Heilung.
 
Es zeigte sich im Laufe der zweiten Jahreshälfte, dass ich noch nicht 100% fit bin und meinem Körper die Möglichkeit geben sollte, sich vollständig zu regenerieren, um auch die volle Kraft zu haben, sich diesem Projekt Aufbau der Stehauweibchen-Community zu widmen. Daher beschloss ich Anfang 2018 die Arbeit an dem Konzept weitestgehend einzustellen und mich stattdessen meiner Gesundheit zu widmen.
 
Dazu stellte ich einiges in meiner Ernährung um, begann mit regelmäßigem Pilates- und Fitnesstraining und machte im März eine 2-wöchige Fastenkur. Im Sommer 2018 begann dann die tatsächliche Umsetzung. Ich baute die Webseite und arbeitete weiter an dem Konzept für die geplanten Onlinekurse sowie das Marketing für das Projekt. Denn ich wollte, das möglichst viele von Krisen, Burnout oder Boreout betroffene Frauen von dieser Community erfahren und mithelfen, diese zu gestalten.
 
Ich bin meinen Schlafstörungen und dem beinahe Zusammenbruch sehr dankbar, denn wer weiß, ob ich ohne diesem Druck diesen Kurs gebucht hätte. So hatte ich quasi keine Wahl und nichts zu verlieren. Ich war ratlos und am Ende meiner Kräfte.
 
Entdecke auch du dein Feuer in dir wieder!
Deine Susi, das Stehaufweibchen